Vergißmeinnicht
Silvia Paolucci gewidmet
***
Ich laufe in das ferne Gebirge,
Ich tauche in die kalten Flüsse,
Ich verlasse die drückende Stadt,
Ich nehme Abschied und vergesse.
Ich vermisse die Steingewölbe,
Morgengrauen, nächtlichen Ufer,
Land, woraus wir sind gebürtig,
Melodie, vom Echo gefangen.
Weg, mein Kummer! Alles wird bald vergessen:
Leidenschaft und naive Gedanken.
Und ich werde das tun ohne Tränen,
Leider werde ich wieder allein.
16.05.02
***
Man darf darüber, was auf der Seele ist, nicht schreien!
Nur flüstern kann man über das Geheimnis.
Und auf den Lippen ist es schon vom Kummer bitter,
Nun aber ist schon alles mir gleichgültig.
08.09.03
***
Ich werde nur den Winden erzählen,
Was ich in der Seele verberge!
08.09.03
***
Wie töricht und wie hoffnungslos!
Und Treffen betrübter als Scheiden.
Dein Herz ist sicher verschlossen,
In den Taschen sind Hände verborgen.
"Die Zeit Fi"
***
Du und ich. Und mein Alleinsein.
Meine Hand auf dem Fenster der Straßenbahn.
Es ist Zeit auszusteigen, ich kann doch nicht.
Nie gelebt habe ich, nie geliebt war.
Und du siehst aus dem Fenster, verabschiedest nicht,
Die Straßenbahn verzögert den Lauf.
Einsamkeit und totale Verzweiflung
leben wieder in meinem Herzen.
"Die Zeit Fi"
***
Die gusseiserne Rose im klangvollen Glas.
Die Glasrose in der gusseisernen Fassung.
17.12.03
***
Noch hat das Mädchen-Herbst die Blätter der feinen Eberesche mit seinem kalten Hauch nicht berührt, aber der eiskalte Wind dringt in die Seelen der Menschen schon ein. Kalt sehen die Passanten. Ich verberge mich in die Geborgenheit deiner Arme.
08.09.03
***
Herbst ist mit den leichten Schritten durchgelaufen, hörst du?
Blätter fallen ab, die Eberesche ist aufgeflammt, siehst du?
Plötzlich weht der süße Rauch, regnet es in Strömen bald.
Ach! wie schade, dass du, Liebling, meine Seele nicht begreifst.
08.09.03
***
Ich öffne die Augen und sehe, wie die Schwalben den Himmel zerschneiden. Und er denkt gar nicht daran, sich auf die Stückchen zu zerfallen. Ebenso blau und hoch.
26.05.04
Der Kamille
Oh, Frühling! Bis zum Frühling leben!
Da sieht sich Himmel in den Pfützen,
Die Winterkälte sind vergessen,
Ich träume regenbogenfarbig.
Und in der Luft, die fest, wie Ball ist,
Sind die Erwartungen des Glückes.
Und in dem fernen Himmelblau
Die Galeriespitze funkelt.
Die Vögel zwitschern über der Erde,
Die Ewigkeit steht hinter dem Frühling,
Sorglosigkeit verschwindet leise,
Ich werde auch aufgewacht.
17.12.03
***
- Ich warte auf den April. - Warum April?
Der Februar ist auch nett, einfach.
- Im Februar doch wehen die Schneestürme
Die Stadt liegt in dem tiefen festen Schlaf.
Es wird ganz anders wieder im April,
Da seufzt der Schnee, rennen froh die Bäche.
Und ich verberge meine Seele nicht,
Mein Herz schweiget auch nicht, es lächelt.
27.01.04
Schnee, Schnee, Schnee, Schnee...
Die leisen Umarmungen
Der weißen Schneewehe
Ich will mich satt atmen:
Ich weiß - nicht für lange
Das Glück dich zu sehen.
Du gehst in die Höhe.
Nimm mich! O weh!
Nur schweigt der Schnee...
26.01.08
***
Die Seiten des Tagesbuchs sind ausgerissen,
Alles ist wohl verloren, vergessen.
Dein himmlisches Lächeln. Ein grosses Aber!
Und meine Hand liegt in deiner.
11.03.09
***
Von der schneeweißen Schwinge
Des himmlichen Engels werde berührt.
Und das Wunderlicht hat
Meine Welt kaum bemerkbar erfüllt.
Den Moment will ich halten,
Aber der Schleier des Schlafes stört mir aufzuschweben.
Und der Engel geht weg…
In der Seele wird größer der Wunsch doch weiter zu leben,
Weißes Licht und die Wärme,
Schneeweißer, lockender, glänzender Schein.
In der Stille will ich leben,
Denn der Schmerz der verlebten Jahre ist schon vorbei.
20.03.09
***
Der Apfelbaum in voller Blüte ist das Symbol des Glückes und der Zärtlichkeit,
Die in der fest gespannten Frühlingsluft ausgegossen sind,
Der himbeerrote Untergang erblüht am Horizont.
Die rauhen Zweige locken, höher hinaufzuklettern
Und die Füße baumeln zu lassen, und vom Glück, vom Himmel,
Von den grenzenlosen Weiten, Bergfelsen und Flüssen zu träumen.
Der Untergang ist ausgebrannt. Faul kriecht die Dämmerung hinunter.
Man muss weggehen, aber der Apfelbaum bittet noch zu bleiben,
Um in seinen Zweigen das erste Sternchen zu sehen. Das Sternchen des Glückes.
24.03.09
***
Der Wind läßt meine Haare flattern
Wie eine rote flammende Welle.
Der Schnee im April.
Die Feinheit in der Stimme.
Kein Tränchen aus den Augen.
Nur der türkisblaue Himmel -,
Nur der Schnee auf den Pappeln.
Und ruft neue Freude hervor
der Abglanz des Bernsteins in den Pfützen.
17.04.09
***
Gogo-maa-bzhzhzh!
Murr-Murr-Mein Lenz!
Ich brauche den Dächerwind,
Die Lieder in der Späte!
Die Felsenfestigkeit,
Die Vögelleichtigkeit!
Die Gabe Sonne zu sein
Und Gesichter voll Glück!!!
17.04.09
***
Den Regenbogen atmet das Gras,
Die Sonne in den Händen, ich lebe im Schlaf.
Halbwirklichkeit, Halbfieberwahn.
Das Glück, das es hier mit uns nicht war, -
Das Glück ist verwickelt im Grasslabyrinth.
Den Geschmack der Erdbeeren der Junizeit,
Der noch nicht reifen, mit Bitterkeit
Vergiss bitte schneller, vergiss, vergiss!
23.06.09
***
Leiser, leiser, leiser!
Wie die Zichorie blüht– hören!
Die Stimme der Flöte - sehen!
Im Wachen vom Glück – träumen!
26.06.09
***
Das ist mein Leben, Perm und März,
Schwarzen Linien auf dem Schnee,
Dieser feuchte graue Himmel
Und die Hoffnung auf den farbigen Mai.
12.03.09
***
Oh! Sonne!
Gehe heute zweimal auf!
Ich will ja wieder sehen
Den Glanz der tiefen Augen,
Das Leuchten deiner Strahlen
Auf dem Haar und wieder
Will hören, dass geliebt bin!
22.08.09
***
Wieder das alte kleine Holzbrückchen.
Die Ahornblätter schwimmen vorbei.
Im Wasser sehe ich meine Widerspiegelung nicht,
Nur deine Gestalt. Bin verliebt.
22.08.09
***
Üppiges Haar, Jeans und Himmel.
Die Zartheit der samtigen Stimme. Zum Troste
mir drückst du die Hand; aber es ist vergeblich.
Wieder Schmerz auf dem Herzen, wir treffen uns nie wieder.
22.08.09
Это перевод чьего творчества?
Это перевод чьего творчества? Хорошо бы рядом видеть оригиналы!
...В эти минуты - так жаль, что знаком мне более менее только английский! Не то что перевести, даже прочесть не сумею всё вышенаписанное. :)
НеZабудка, немецкий для тебя - насколько близок? Ты знаешь ещё какие-то языки? Русский в сравнении с европейскими языками - какой?
О, я увидела-таки имя автора!
О, я увидела-таки имя автора! В самом начале - это ведь оно? :)
Нет, нет. Это перевод моих же
Нет, нет. Это перевод моих же стихов на немецкий. Оригиналы в предыдущих записях) А Сильвия Паолуччи - человек, который подал идею напечатать, наконец, сборник тсихов. И вот он вышел в печать. Но Сильвия не знает русского. Я плохо знаю итальянский, поэтому я перевела стихи на язык, который нас объединяет - немецкий. Его, а также латинский я преподаю в ПГУ. Учила кроме того греческий, французский, английский, итальянский и начинаю учить шведский). Сборник, если вас заинтересует, можно получить при встрече. Давайте, наконец, знакомиться)
Давай (может лучше на "ты"?)
Давай (может лучше на "ты"?) знакомиться!!!